Was ist ein virtuelles Kraftwerk?

Um das Stromangebot und -nachfrage bestmöglich aufeinander abzustimmen, müssen Wege gefunden werden, die Stromerzeugung und den Stromverbrauch steuerbar machen. Dies erfolgt durch die zunehmende Digitalisierung, die ermöglicht, Energieerzeugungsanalgen und Energieverbraucher über geschützte/verschlüsselte Datenleitungen miteinander zu vernetzen.

Bedarf und Erzeugung werden somit optimal aufeinander abgestimmt und die Stromverbraucher werden je nach Stromangebot über das virtuelle Kraftwerk flexibel zu- oder abgeschaltet.

Was bedeutet Direktvermarktung?

Normalerweise verkauft der Betreiber einer Energieanlage seinen Strom an den zuständigen regionalen Netzbetreiber. Dabei erhält er eine Vergütung, die über dem Strom- Marktpreis liegt, die EEG Vergütung. Der Netzbetreiber leitet den Strom zum Endkunden weiter und erhält die Differenz zwischen Marktpreis und dem an den Anlagenbetreiber gezahlten Preis wieder erstattet. Diese Erstattung wird durch eine Umlage finanziert, die von den Verbrauchern gezahlt wird.

Die Direktvermarktung ermöglicht nun dem Betreiber einer Energieanlage seinen durch Photovoltaik, Windkraft- oder einer Biogasanlage erzeugten Strom direkt an einen interessierten Abnehmer zu verkaufen. Die Vermarktung des Stroms an den interessierten Abnehmer erfolgt über den Direktvermarkter. Dieser übernimmt die Differenz zwischen dem Strom- Marktpreis und der EEG-Vergütung. Durch das Marktprämienmodell, das auch eine Managementprämie berücksichtigt, liegt die Vergütung immer höher gegenüber der EE-Vergütung.

Wieso lohnt sich Direktvermarktung?

Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gibt es für Grünstromproduzenten zur Stromvermarktung die Möglichkeit, eine sogenannte optionale Marktprämie in Anspruch zu nehmen. Betreiber einer Anlage zur regenerativen Stromerzeugung können dabei monatlich entscheiden, ob sie den Strom über das EEG vergüten lassen oder den Strom selbst vermarkten.

Was ist dabei der Unterschied zur normalen EEG-Vergütung?

  • Der Direktvermarkter vermarktet den regenerativen Strom im Auftrag des Anlagenbetreibers
  • Der Marktwert (Börsenpreis) und Marktprämie ergeben immer mindestens die ursprüngliche EEG-Vergütung.
  • Garantierte Zusatzprämien in der Direktvermarktung führen zu dauerhaften Mehrerlösen

 

 

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Was bedeutet verpflichtende Direktvermarktung?

Für alle Neuanlagen mit einer installierten Leistung von 100kW,  die seit dem 1.Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, ist die Direktvermarktung verpflichtend.

Für Anlagen mit einer Größe von 50kW gilt dies bereits seit August 2014.

Dies bedeutet, dass jede betroffene Neuanlage  mit der entsprechenden Mess- und Übertragungstechnik  ausgerüstet werden muss, und somit die Direktvermarktung  über einen Vermarktungspartner wie die EnBW stattfinden kann.

Bei Nichteinhaltung der verpflichtenden Direktvermarktung fällt die Einspeisevergütung deutlich zurück.

Ich bekomme bereits eine attraktive EEG-Vergütung, trotzdem wechseln?

Die kurze Antwort ist: Auf jeden Fall. Gerade Bestandsanlagen erhalten eine gesetzlich gesicherte Markprämie – und das oben drauf! Ihre bisherige EEG-Vergütung wird in gleicher Höhe gezahlt und setzt sich im Marktprämienmodell aus Marktwert und Marktprämie zusammen. Zusätzlich dazu erhält ein EEG-Anlagebetreiber noch die Managementprämie.

Ab welcher Anlagegröße lohnt sich Direktvermarktung?

Direktvermarktung lohnt sich oft schon ab einer Größe von 50 kW. Je nach Anlage und verbauter Steuertechnik kann diese Größe variieren und muss im Einzelfall überprüft werden.

Zusammen suchen wir die passende Steuerbox für Sie. Diese wird zur Kommunikation zwischen der Anlage und uns benötigt. Haben sie bereits eine Steuerbox, nutzen wir diese natürlich.